Tag 15 - Danzig bis Usedom - Back in Germany

Wir haben es tatsächlich bis Danzig geschafft. Ankunft kurz vor Mitternacht und Verständigungsprobleme mit den Nachmanager unseres Gästehauses hindern uns nicht daran, uns über den Luxus einer Dusche und gescheite Betten zu freuen.
Um morgen das RoadBook zur Wertung abzugeben, müssen wir heute dringend die Bilder der Tages- und Allgemeinaufgaben ausdrucken und einkleben. Diese Aufgabe beschäftigt auch die anderen Teams, so dass Vorschläge vom Ausnutzen des verkaufsoffenen Sonntag in Berlin bis zur Nutzung des eigens dafür mitgebrachten Fotodruckers im Chat aufkommen.
Für mich steht davor aber der Schritt der Auswahl und der Bearbeitung, was unser Frühstück inmitten der Danziger Uferpromenade eher hastig als gemütlich werden lässt. Es passt aber zur langsam aufkommenden Zielgeraden-Euphorie, die auch vor uns nicht Halt macht.

Auch von Danzig können wir nur das nötigste Touristenprogramm abhaken, bevor es mit großen Schritten (sprich: mäßiger Geschwindigkeit auf katastrophalen Straßen durch nicht enden wollende Ortschaften) in Richtung Deutschland geht. Erneut entscheiden wir uns für eine längere Strecke als ursprünglich geplant, um den Grenzübertritt bereits heute durchzuführen.

 

Eine kurze Fährüberfahrt bringt uns dann zur beschaulichen Insel Usedom, auf deren polnischen Seite wir Fürst Rostfrei noch einen letzten Schluck günstiges Benzin spendieren, bevor wir unser Lager auf dem nahe gelegenen Campingplatz aufschlagen.

BSC_010_4409.jpg
BSC_011_4410.jpg


Oder besser: aufschlagen wollen! Nach 20 Uhr ist die Rezeption nicht besetzt, was für den Aufbau des Zeltes kein Problem darstellt. Aber die Duschen geben nur per Bezahlchip warmes Wasser. Pro 6 Sekunden 3 Cent! Ausgerechnet in Deutschland kommen wir zu einem Platz, an dem das strengste Reglement der letzten 15 Tage herrscht.
Unsere Platznachbarn bieten uns zwar ihren Chip an, aber wir schlagen zugunsten einer Morgendusche aus. Wie wir morgen sehen werden (Achtung Cliffhanger!), sind alle unsere zeltenden Nachbarn sehr angenehme Zeitgenossen…

Titus und Ilona stoßen erst nach 22 Uhr zu uns, so dass der bedingt geländegängige Bulli die Schranke umfahren muss. Dazu bedarf es zwar einer Gehörgen Portion Anschieben und wir schlagen eine breite Furche in den Sandabhang, aber das haben wir uns von einem anderen Auto wenige Minuten zuvor abgeschaut.

Die letzte Nacht im Zelt bricht an, nicht jedoch, bevor wir unter lautem Lachen und mit einigen Bieren unsere RoadBooks vergleichen.

 

Gefahrene Kilometer: 487

Reisezeit: 8 Stunden

Dennis Wilhelms